An der Einsatzstelle angekommen sehe ich ein Polizeiauto und zwei andere PKWs. Der vordere ist stark zerbeult, der hintere leicht. “Auffahrunfall”, sagt uns der jüngere Polizist, “Der kleine Mann da”, er zeigt auf einen fünfjährigen strohblonden Jungen, “sass im vorderen Auto auf der Rückbank, mit Kindersitz angegurtet, hat jetzt leichte Kopfschmerzen. Könnt ihr euch das bitte mal angucken?” Während Sabrina der Kleinen untersucht und Arnold sich den Sitz von der Mutter zeigen lässt, stehe ich etwas verloren da. Der Kleine hat nur lokal am Hinterkopf Schmerzen, das Abtasten des Kopfes zeigte keine Auffälligkeiten, auch sonst fällt nichts auf und er lacht schon wieder, als er einen Polizeibären bekommt. Deshalb entscheiden sich die beiden RAs dafür, ihn dazulassen. Sie gucken sich die beiden Fahrer noch an, doch auch da besteht kein Bedarf jemanden mitzunehmen. Wir packen also unsere Siebensachen wieder ein und fahren zurück zur Wache. Dort angekommen verschwindet Arnold im Nirwana, Sabrina geht mit dem Schichtleiter rauchen und ich bleibe, mit einem Internetunfähigen Handy, alleine zurück. Die Zeit will nicht vergehen und andauernd fallen mir die Augen zu. Doch schlafen kann ich nicht, das wäre doch peinlich. Ich schnappe mein Handy, gehe in die Fahrzeughalle und telefoniere mit meiner Mama
(Was hätte ich sonst tun sollen??) Irgendwann taucht Sabrina in der Halle auf, wir schnappen uns eine Materialbestellliste, gucken die Fächer durch, schreiben alle fehlenden Teile auf, gehen mit dem Einkaufswagen ins Lager, füllen ihn, gehen zum Auto und beginnen aufzufüllen. Als wir fertig sind geht das erlösende Geräusch vom Melder und vom Gong… *lach* Weiterlesen
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